Aktuelle Infos Energie

Informationen zur Solarenergie

Das Land Baden-Württemberg unterstützt den Ausbau der Solarenergie mit zahlreichen Maßnahmen. Außerdem gibt es vielseitige Informations- und Beratungsangebote für Bürgerinnen und Bürger.

Wie Baden-Württemberg den Ausbau der Solarenergie unterstützt

 

  • Einsatz auf Bundesebene dafür, die Hemmnisse beim Ausbau der Solarenergie abzubauen.
  • Schaffung der Möglichkeit, auch Flächen in benachteiligten Gebieten für PV-Freiflächen-Analgen zu nutzen.
  • Solaroffensive der Landesregierung: Maßnahmen, die besonders die Beratung und Unterstützung für Anlagenbetreiber*innen ausbauen sowie Anreize durch Förderprogramme setzen. Z.B.:
    – Förderprogramm „netzdienliche PV-Batteriespeicher“
    – Förderprogramm für effiziente Wärmenetze
    – Förderwettbewerb „Regionale Photovoltaiknetzwerke“

    – Etablierung von Mieterstrommodellen
    – Installation von PV-Anlagen auf Dächern von Landesliegenschaften  und anderen Flächen des Landes.
  • Unterstützung von (zukünftigen) Anlagenbetreiber*innen beim Überwinden bürokratische Hürden durch ein umfassendes Informations- und Beratungsangebot.
  • Einführung einer PV-Pflicht beim Neubau von Nichtwohngebäuden und Parkplätzen ab 75-Stellplätzen
  • Unterstützung des Ausbaus von Agri-PV durch Erprobungsanalgen in Baden-Württemberg und den Einsatz für geeignete Rahmenbedingungen auf Bundesebene.

 

Freiflächen-PV


Um den Ausbau der Solarenergienutzung schnell voranzubringen werden auch PV-Freiflächenanlagen benötigt. Die Landesregierung hat die Anzahl an Flächen erweitert, auf denen solche Anlagen gebaut werden dürfen. Sie können nun nicht nur auf Konversionsflächen und Seitenrandstreifen von Verkehrswegen, wie durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz vorgesehen, installiert werden, sondern auch in sogenannten „benachteiligten Gebieten“. Wo sich solche Acker- und Grünlandflächen befinden kann dieser Karte entnommen werden. Die Entscheidung darüber, ob und wo auf den möglichen Flächen Freiflächen-PV-Anlagen gebaut werden liegt bei den Kommunen. Das Umweltministerium BW hat einen Handlungsleitfaden erstellt, der Kommunen bei dem Thema Freiflächen-PV-Anlagen unterstützt.

Informations- und Beratungsangebote für (zukünftige) Betreiber*innen von PV-Anlagen

 

  • PV-Netzwerke

    Als Teil der Solaroffensive wurden in allen 12 Regionen Baden-Württembergs regionale PV-Netzwerke aufgebaut. Ihr Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürgern sowie anderen lokalen Akteuren dabei zu helfen, die Hürden des Solarausbaus zu überwinden.
    Weitere Informationen unter:
    https://www.photovoltaik-bw.de/pv-netzwerk/pv-themen/.
    Kontakt zu regionalen Netzwerken unter:
    https://www.photovoltaik-bw.de/pv-netzwerke/.
  • Energieagenturen

    Darüber hinaus gibt es in Baden-Württemberg zahlreiche regionale Energieagenturen. Auch sie bieten Beratung und Unterstützung zu erneuerbaren Energien an.
    Auflistung der Energieagenturen unter:
    https://www.kea-bw.de/kommunaler-klimaschutz/regionale-energieagenturen.
  • Energieagentur des Landes Baden-Württemberg

    Auch die KEA, die Energieagentur des Landes Baden-Württemberg, bietet Fachwissen und Unterstützung zu zahlreichen Themen des Klimaschutzes. Ihre Zielgruppe sind v.a. Kommunen, aber auch Verbände und Bürger*innen.
    Informationen zur KEA unter: https://www.kea-bw.de/.

 

Weiterbetrieb von PV-Anlagen nach dem Ende der 20-jährigen EEG-Förderung


Ab 2021 sind die ersten Analgen, die von der EEG-Einspeisevergütung profitierten, über 20 Jahre alt und erhalten keine EEG-Einspeisevergütung mehr.

Leider besteht die Gefahr, dass Betreiber*innen ihre Anlagen abschalten, weil ein wirtschaftlicher Weiterbetrieb nicht möglich ist und/oder die bürokratischen Hürden zu hoch sind. Wir Grünen wollen das unbedingt verhindern, denn für die Energiewende zählt jede Anlage.

Die Bundesregierung hat bis Mitte Dezember versäumt Zukunftsperspektiven für die Anlagenbetreiber*innen zu schaffen. Stattdessen bremst sie die Energiewende aus.

Nach der bisherigen Rechtslage hatten Betreiber*innen nur die Möglichkeit auf Eigenverbrauch umzustellen, oder ihren Strom vollständig oder teilweise ins Netz einspeisen. Dazu müssen sie ihren Strom aber direkt vermarkten. Das ist für keine Anlagen meist zu teuer und zu aufwendig.

Am 17.12.2020 hat der Bundestag eine Novelle des EEGs beschlossen. In letzter Sekunde wurde so verhindert, dass an Silvester massenhaft die Stecker der Photovoltaikanlagen gezogen werden, die ab nächstem Jahr aus der EEG-Förderung fallen.

Für diese Anlagen gilt mit dem nun beschlossenen Gesetz: Wenn Anlagenbetreiber*innen nichts unternehmen, werden sie automatisch einer neu geschaffenen Einspeisevergütung zugeordnet. Der Netzbetreiber muss den Strom weiterhin abnehmen.

Die entsprechende Einspeisevergütung setzt sich zusammen aus dem Jahresmarktwerts des Stroms, abzüglich Vermarktungskosten von 0,4 ct/kWh. 2020 betrug der Jahresmarktwert rund 3 ct/kWh.

Um die Anlage mit dieser Einspeisevergütung wirtschaftlich zu betreiben ist es meist sinnvoll, einen möglichst hohen Anteil des Stroms selbst zu verbrauchen (dessen Einkaufswert beträgt sonst ca. 30 ct/kWh). Der Eigenverbrauch des Stroms ist nun möglich, ohne dass dafür ein intelligentes Messsystem verbaut werden muss. Auf den selbst verbrauchen Strom muss bei Anlagen bis 30 kW keine EEG-Umlage bezahlt werden. Für die Nutzung des Eigenstroms ist ein Umbau am Zählerkasten notwendig.

Informationen und Unterstützung unter:
https://www.photovoltaik-bw.de/pv-netzwerk/pv-themen/ue20-pv-anlagen-was-tun-wenn-nach-20-jahren-die-eeg-foerderung-auslaeuft/.

 

Aktuelle regionale Themen

Geplante 110 kV-Leitung zwischen Kupferzell und Rot am See

Um was geht es?
Zwischen Kuperzell und Rot am See wird der Bau einer 110-kV-Hochspannungsleitung durch Netze BW geplant. Die Leitung wird benötigt, da in der Region mehr Strom erzeugt als verbraucht wird. Der genaue Trassenverlauf ist noch nicht festgelegt – mehrere Varianten sind im Gespräch. Die Entscheidung über den Verlauf wird erst im Zulassungsverfahren fallen; dieses wird aber wohl nicht vor 2022 erfolgen. Im Rahmen des Zulassungsverfahrens wird die Öffentlichkeit beteiligt und angehört werden.

Wie steht Jutta Niemann dazu?
Als zuständige Landtagsabgeordnete vertrete ich die bestmögliche, sprich „verträglichste“ Lösung für die Bürger*innen, was die Trasse anbelangt. Das ist in der Regel die unterirdische Verlegung, auch wenn das mehr kostet. Im Bereich der tangierten Gemeinden habe ich mich für eine Erdverkabelung ausgesprochen. Entlang der Jagsthänge ist die Erdverkabelung aber aus Naturschutzsicht nicht unbedingt die beste Variante, daher haben wir Grüne uns nicht pauschal für eine komplette Erdverkabelung auf der gesamten Trasse ausgesprochen. Im Vordergrund steht vielmehr die Wahl der konfliktärmsten Trasse, um die Belange der Anwohner*innen und des Naturschutzes bestmöglich zu schützen.

Geplanter Netzbooster in Kupferzell

Um was geht es?
In der Umgebung von Kupferzell ist der Bau eines sogenannten Netzboosters geplant. Es handelt sich dabei um einen 250 MW-Batteriespeicher, der zur Netzstabilisierung und Höherauslastung des Netzes dienen soll. So könnten zusätzliche Stromleitungen und weitere Flächeninanspruchnahme verhindert werden, und gleichzeitig Kosten gespart. In einer Untersuchung mehrerer möglicher Standorte für das Pilotprojekt hat sich Kupferzell als am geeignetsten herausgestellt. Das Projekt der Transnet wurde in den Netzentwicklungsplan aufgenommen. Bevor der Netzbooster tatsächlich gebaut werden kann muss aber noch ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden. Im Rahmen dessen werden rechtliche Fragen geklärt, die Interessen der der Anwohner*innen, der betroffenen Gemeinden und von Verbänden gehört und eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt. Als Genehmigungsbehörde für wird das Regierungspräsidium in Stuttgart über den Bau und dessen Modalitäten entscheiden.

Wie steht Jutta Niemann dazu?
Gemeinsam mit dem grünen Bundestagsabgeordnete Harald Ebner begleite ich das Thema eng und führe regelmäßig Gespräche mit den Beteiligten: Mit Transnet als durchführendem Unternehmen, mit Vertreter*innen der Interessensgemeinschaft „Ein Herz für Hohenlohe“, mit der Netzexpertin der Grünen im Bundestag Ingrid Nestle und verschiedenen anderen Akteuren.

 

Informationen zur Windkraft

Das Land Baden-Württemberg unterstützt den Ausbau der Windkraft mit verschiedenen Maßnahmen.

Aktuelles zum Thema Windkraft in Baden-Württemberg

  • Einsatz auf Bundesebene dafür, die Hemmnisse beim Ausbau der Windenergie abzubauen. Z.B. für eine Südquote, gegen die geplanten Mindestabstände und Ausbaudeckel.
  • Der Windatlas liefert Datengrundlage für mögliche Standorte zur Windenergienutzung
  • Das Forum Energiedialog hilft Kommunen Konflikte rund um erneuerbare-Energie-Projekte zu begrenzen.
  • Einsatz dafür, Artenschutz und Windkraft in Einklang zu bringen. Auf Grund der positiven Bestandsentwicklung konnte z.B. der Schwellenwert für die Festlegung eines Rotmilan-Dichtezentrums dieses Jahr angehoben werden.
  • Auflistung weiterer Maßnahmen des Landes

 

Kommunaler Klimaschutz

Kommunaler Klimaschutz in Baden-Württemberg

Unsere Lebensmittelpunkte, die Kommunen, sind wichtige Orte, um den Klimaschutz voran zu bringen. Sie können z.B. die Energiewende aktiv gestalten und damit die Treibhausgas-Emissionen bedeutend senken. Es gibt zahlreiche Potentiale für konkrete Klimaschutzmaßnahmen. Inspiration liefern die untengenannten Best-Practice Beispiele. Auf Landesebene versuchen wir die Kommunen bestmöglich bei dieser großen Zukunftsaufgabe zu unterstützen. Es existieren zahlreiche Förderprogramme und ein umfangreiches Informations- und Beratungsangebot. Gleichzeitig passen wir die gesetzlichen Rahmenbedingungen so an, dass der Klimaschutz vor Ort vorankommt, z.B. mit Hilfe des neuen Klimaschutzgesetzes.

Weiterführende Informationen zu Kommunalem Klimaschutz
Links zu Best-Practice Beispielen aus verschiedenen Bereichen des kommunalen Klimaschutzes
Antrag zu Kommunalem Klimaschutz von Ute Leidig mit der Antwort des Umweltministeriums