Wie können Flächen sowohl für Energiegewinnung als auch zur Produktion von Lebensmittel genutzt werden?
MdL Jutta Niemann war Mitinitiatorin der Anhörung im Landtag zum Thema Agri-PV. „Die sogenannte Agri-Photovoltaik (APV) ist eine interessante Möglichkeit, den dringend notwendigen Ausbau von erneuerbaren Energien weiter voranzubringen.“
Die Vorteile der Erneuerbaren Energien liegen auf der Hand: Reduktion der Treibhausgasemissionen, Arbeitsplätze und lokale Wertschöpfung, weniger Rohstoffimporte, und nicht zuletzt sinkende Stromgestehungskosten. „Um die Energiewende erfolgreich umzusetzen, hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft, brauchen wir auch den Ausbau von Freiflächensolaranlagen. Ein sehr spannender Ansatz ist die Agri-PV“, so Jutta Niemann, Grüne Abgeordnete aus Schwäbisch Hall.
Dabei wird auf Agrarflächen Solarenergie erzeugt, während gleichzeitig die landwirtschaftliche Nutzung der Fläche weiterhin möglich ist. Die Abgeordnete sagt hierzu: „Die APV kann Vorteile für die Energiewende und die Landwirtschaft bringen. Hier geht es um ein großes Flächenpotenzial.“ Wichtig ist für Niemann, die Landwirt*innen ins Boot zu holen und gemeinsam den Ausbau voranzubringen. Außerdem ist ihr wichtig, Leitplanken zu definieren, wo APV sinnvoll ist und wo nicht.
Die Landesregierung unterstützt die Entwicklungen im Bereich der APV mit Pilotprojekten. Allerdings gibt es bisher noch einige Hindernisse. Um diese zu konkretisieren und um zu überlegen, wie sie gelöst werden können, fand nun eine Anhörung im Landtag statt.
Vier Experten informierten die Mitglieder des Landwirtschafts- und Umweltausschusses und bestätigten das Potenzial für die Energiewende. Bevor die APV eine breite Anwendung findet, müssten jedoch noch wichtige rechtliche Rahmenbedingungen geändert werden. Dazu fordert Niemann: „Die Beseitigung dieser Hindernisse muss auf Bundesebene passieren. In anderen Ländern der EU, z.B. in Frankreich, ist man da schon weiter.“
Es gibt verschieden Arten der Agri-PV. Sie kann z.B. im Obstbau den Hagelschutz ersetzen. Oder die Anlage wird in senkrechten Reihen auf das Feld gestellt, so dass sie v.a. morgens und abends Strom erzeugt – wenn die Einspeiseleitung der meisten installierten PV-Anlagen gering ist. Eine weitere Möglichkeit sind hohe Module, unter denen Ackerbau möglich ist.




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