Welche Geschäftsmodelle gibt es für Erneuerbare Energien-Anlagen, wenn die EEG-Förderung ausläuft? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Runden Tisches Energie, zu dem Jutta Niemann MdL Energieexpert*innen aus der Region eingeladen hatte. Denn ab dem 31.12.2020 läuft für die ersten Anlagen, die dann 20 Jahre am Netz waren, die EEG-Förderung aus. Viele Anlagen können technisch dann noch weiter laufen und weiterhin sauberen, erneuerbaren Strom liefern. Doch wie kann der Strom auch nach dem Auslaufen der Förderung vermarktet werden, so dass der Weiterbetrieb wirtschaftlich tragfähig ist?
In der Regel wird die Antwort darauf eine Form von Direktvermarktung sein: Anlagenbetreiber*innen schließen mit Energieversorgern oder direkt mit den Nutzer*innen von Strom, wie Privathaushalten oder Unternehmen, Verträge über die Abnahme des erneuerbar erzeugten Stroms zu einem bestimmten Preis. Als Referenten konnte Jutta Niemann diesmal ihren bayerischen grünen Landtagskollegen Martin Stümpfig, Aufsichtsrat der Regionalstrom Franken eG im Landkreis Ansbach und wie Niemann in seiner Fraktion zuständig für Energiethemen, gewinnen. Er stellte den 20 interessierten Energieakteur*innen aus dem ganzen Kreis und dem Hohenlohekreis die bisherigen Planungen und das Vorgehen der Regionalstrom Franken eG vor. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass das Regionalstrommodell auch für den Landkreis Schwäbisch Hall bzw. für die Region Schwäbisch Hall-Hohenlohe eine interessante Option sein könnte. Mit vielen Erneuerbaren Energie-Anlagen und vielen Menschen, die sich für die Region und für regionale Produkte und Wertschöpfung interessieren und stark machen, hat die Region gute Voraussetzungen für ein solches Modell. Die erfolgreichen Stadtwerke in Schwäbisch Hall und Crailsheim könnten als mögliche Partner bei der Vermarktung in Frage kommen. Jutta Niemann freute sich über das Interesse und die angeregte Diskussion: „Wie es nach dem Auslaufen des EEG weitergeht, treibt viele Menschen im Bereich der Erneuerbaren um. Für unsere Region möchte ich diese Diskussion und mögliche Lösungen weiter vorantreiben, und werde in den nächsten Monaten dazu weitere Gespräche mit den Akteur*innen führen. Dabei wird es auch darum gehen, ob eine Regionalstromgenossenschaft eine gute Lösung für unsere Region wäre.“




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